Bekleidungsproduktion transparent kalkulieren
Leitfaden

Kostenkalkulation

Bekleidungsproduktion
transparent kalkulieren

So behalten Sie die Kontrolle über Ihre Produktionskosten – von Materialien und CMT bis zu Logistik und Marge.

Transparente Kalkulation ist die Grundlage für eine gesunde Marge und eine faire Geschäftsbeziehung mit Ihrem Hersteller. Viele Marken unterschätzen die Komplexität der Kostenstruktur in der Bekleidungsproduktion – und erleben böse Überraschungen bei der Endabrechnung.

Die 6 Kostenpositionen in der Bekleidungsproduktion

01

Materialkosten

Stoffe, Futter, Einlagen, Knöpfe, Reissverschlüsse, Labels, Hangtags, Verpackung. Fordern Sie eine detaillierte Aufschlüsselung pro Artikel an – inklusive Materialverbrauch pro Stück (in Metern oder Kilogramm).

02

Arbeitskosten (CMT – Cut, Make, Trim)

Die reinen Verarbeitungskosten variieren stark je nach Produktionsland, Komplexität des Produkts und Stückzahl. Vergleichen Sie CMT-Preise verschiedener Hersteller und achten Sie auf Transparenz.

03

Entwicklungskosten

Schnittmuster, Gradierung, Musterproduktion, Korrekturrunden, Tech Packs. Diese Kosten fallen vor der Serienproduktion an und werden oft unterschätzt – planen Sie 500–2.000 CHF pro Style ein.

04

Qualitätskontrolle

Inline-Inspektionen, Pre-Shipment-Checks, Labortests (Farbechtheit, Schrumpfung, Pilling). Kalkulieren Sie diese Kosten von Anfang an ein – sie schützen vor teuren Reklamationen.

05

Logistik & Zoll

Fracht (See, Luft, Land), Versicherung, Zollgebühren, Importabgaben, Handling-Gebühren. Besonders bei Importen aus Drittstaaten in die Schweiz oder EU ein relevanter Kostenfaktor.

06

Marge & Overhead

Berücksichtigen Sie Ihre eigenen Overheadkosten (Miete, Personal, Marketing), Ihr Marketingbudget und Ihre Zielmarge bei der Preiskalkulation. Eine realistische Kalkulation verhindert Margenverluste.

»Ein seriöser Hersteller schlüsselt Kosten sauber auf. Wenn ein Anbieter keine transparente Kalkulation liefern kann, ist das ein Warnsignal.«

— Nesco Management

Typische Kalkulationsfehler vermeiden

  • Entwicklungskosten nicht in den Stückpreis einrechnen
  • Qualitätskontrollkosten vergessen oder unterschätzen
  • Zoll- und Importkosten nicht berücksichtigen
  • Retourenquoten nicht in die Marge einkalkulieren
  • Nur den günstigsten Anbieter wählen ohne Qualitätsvergleich
  • Keine Puffer für Korrekturrunden und Nachproduktionen einplanen

Fazit

Transparente Kalkulation schützt Ihre Marge und schafft die Grundlage für eine faire, langfristige Zusammenarbeit mit Ihrem Hersteller. Nesco Management unterstützt Sie bei der Kostenanalyse, Lieferantenverhandlung und der Entwicklung einer realistischen Preisstruktur.

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